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Bereitstellen von Bergeinformation an Rettungskräfte über eine Fahrzeug-Funkschnittstelle

IP.com Disclosure Number: IPCOM000203737D
Original Publication Date: 2011-Jan-31
Included in the Prior Art Database: 2011-Jan-31
Document File: 2 page(s) / 118K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Verkehrsunfälle, beispielsweise bei Kraftfahrzeugen und Schienenfahrzeugen, sind trotz der ständigen Verbesserung der Verkehrssicherheit nicht zu vermeiden. Im Falle eines Unfalls ist es wichtig, dass Verletzte möglichst effektiv geborgen werden können. Daher müssen für eine schnelle Versorgung der Unfallbeteiligten, den Rettungskräften bestimmte Informationen zur Verfügung stehen, z. B. wo ein Spreizgerät an einem Fahrzeug anzusetzen ist. Darüber hinaus ist eine Gefährdung der Rettungskräfte, beispielweise durch Stromschläge insbesondere bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen, zu vermeiden. Bisher wird den Rettungskräften die Dokumentation über Rettungsmaßnahmen in schriftlicher Form bereitgestellt. Vorraussetzung dafür ist, dass die Dokumente unmittelbar zur Verfügung stehen was häufig nicht zutrifft. Das manuelle Aktualisieren der Informationen und Dokumente ist dabei besonders aufwendig. Die Dokumentationen sind sehr umfangreich und relevante Informationen über das jeweilige Fahrzeug müssen zunächst mühsam zusammengetragen werden. Dies führt dazu, dass im Einzelfall die erforderliche Information nicht zeitnah zur Verfügung steht oder eine falsche Version verwendet wird. Darüber hinaus ist diese Art der Informationsbereitstellung als Dokument lediglich für statische Informationen geeignet, d. h. der aktuelle Fahrzeugzustand des verunfallten Fahrzeugs wird nicht berücksichtigt. Zurzeit gibt es bereits zahlreiche Projekte zu diesem Thema, welche unter dem Begriff Car-2-X-Kommunikation zusammengefasst werden. Fahrzeuge sind dabei in der Lage über eine Funkschnittstelle mit Infrastruktur-Komponenten zu kommunizieren. Hierfür können das E-Call Verfahren und die Local Danger Warning Anwendung als Beispiele genannt werden. Bei E-Call werden von Fahrzeugen im Falle eines Unfalls Notrufe an eine Leitzentrale etabliert und wichtige Fahrzeugdaten wie Fahrzeugkennung, Zeitpunkt und Position übermittelt. Bei der Local Danger Warning Anwendung werden von einem Fahrzeug Informationen über eine Gefährdung an andere Fahrzeuge versendet. Beispielsweise werden dabei Informationen über Glatteis, Unfälle oder stehende Fahrzeuge übermittelt.

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Bereitstellen von Bergeinformation an Rettungskräfte über eine Fahrzeug- Funkschnittstelle

Idee: Rainer Falk; DE-Erding

Verkehrsunfälle, beispielsweise bei Kraftfahrzeugen und Schienenfahrzeugen, sind trotz der ständigen Verbesserung der Verkehrssicherheit nicht zu vermeiden. Im Falle eines Unfalls ist es wichtig, dass Verletzte möglichst effektiv geborgen werden können. Daher müssen für eine schnelle Versorgung der Unfallbeteiligten, den Rettungskräften bestimmte Informationen zur Verfügung stehen, z. B. wo ein Spreizgerät an einem Fahrzeug anzusetzen ist. Darüber hinaus ist eine Gefährdung der Rettungskräfte, beispielweise durch Stromschläge insbesondere bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen, zu vermeiden.

Bisher wird den Rettungskräften die Dokumentation über Rettungsmaßnahmen in schriftlicher Form bereitgestellt. Vorraussetzung dafür ist, dass die Dokumente unmittelbar zur Verfügung stehen was häufig nicht zutrifft. Das manuelle Aktualisieren der Informationen und Dokumente ist dabei besonders aufwendig. Die Dokumentationen sind sehr umfangreich und relevante Informationen über das jeweilige Fahrzeug müssen zunächst mühsam zusammengetragen werden. Dies führt dazu, dass im Einzelfall die erforderliche Information nicht zeitnah zur Verfügung steht oder eine falsche Version verwendet wird. Darüber hinaus ist diese Art der Informationsbereitstellung als Dokument lediglich für statische Informationen geeignet, d. h. der aktuelle Fahrzeugzustand des verunfallten Fahrzeugs wird nicht berücksichtigt. Zurzeit gibt es bereits zahlreiche Projekte zu diesem Thema, welche unter dem Begriff Car-2-X-Kommunikation zusammengefasst werden. Fahrzeuge sind dabei in der Lage über eine Funkschnittstelle mit Infrastruktur-Komponenten zu kommunizieren. Hierfür können das E-Call Verfahren und die Local Danger Warning Anwendung als Beispiele genannt werden. Bei E-Call werden von Fahrzeugen im Falle eines Unfalls Notrufe an eine Leitzentrale etabliert und wichtige Fahrzeugdaten wie Fahrzeugkennung, Zeitpunkt und Position übermittelt. Bei der Local Danger Warning Anwendung werden von einem Fahrzeug Informationen über eine Gefährdung an andere Fahrzeuge versendet. Beispielsweise werden dabei Informationen über Glatteis, Unfälle oder stehende Fahrzeuge übermittelt.

Als neuartige Lösung wird im Folgenden vorgeschlagen, dass Fahrzeuge über eine Funkschnittstelle, wie z. B. WLAN (Wireless Local Area Network), Bergungsinformationen bereitstellen. Dazu wird von dem Fahrzeug ein WLAN Zugriffspunkt bzw. eine WLAN Direct Mode Station mit Web-Server bereitgestellt, auf welchem dann Bergungsinformationen in Form von HTML-Seiten (Hypertext Markup Language) zur Verfügung gestellt...