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Anomaliebasierte Plagiatserkennung für kooperativen Verbraucherschutz am Beispiel von Bio-Siegel

IP.com Disclosure Number: IPCOM000207935D
Original Publication Date: 2011-Jun-16
Included in the Prior Art Database: 2011-Jun-16
Document File: 2 page(s) / 90K

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Fälschungen von Bio-Siegeln auf Bio-Produkten sind durch die Vielfalt an unterschiedlichen Siegeln und Organisationen, die als Herausgeber fungieren, schwer erkennbar. Sie fügen den biologisch wirtschaftenden Unternehmen einen erheblichen Schaden zu. Zudem kann ein Verbraucher nicht erkennen, ob ein Bio-Siegel auf einer Verpackung genau die Form der biologischen Herstellung oder Tierhaltungsform garantiert, die seinen Vorgaben für den Kauf einer Ware entspricht. Ein Kopierschutz für Bio-Siegel ist bisher nicht gegeben. Einerseits können die Verbraucher die Echtheit eines Siegels nicht überprüfen, andererseits haben Hersteller von Bio-Produkten sowie Herausgeber von Bio-Siegeln keine Möglichkeit, die Verwendung von unerlaubten Kopien ihrer Siegel zu erkennen.

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Anomaliebasierte Plagiatserkennung für kooperativen Verbraucherschutz am

Beispiel von Bio-Siegel

Idee: Angela Schattleiter, DE-München; Hans-Joachim Hof, DE-München

Fälschungen von Bio-Siegeln auf Bio-Produkten sind durch die Vielfalt an unterschiedlichen Siegeln und Organisationen, die als Herausgeber fungieren, schwer erkennbar. Sie fügen den biologisch wirtschaftenden Unternehmen einen erheblichen Schaden zu. Zudem kann ein Verbraucher nicht erkennen, ob ein Bio-Siegel auf einer Verpackung genau die Form der biologischen Herstellung oder Tierhaltungsform garantiert, die seinen Vorgaben für den Kauf einer Ware entspricht.

Ein Kopierschutz für Bio-Siegel ist bisher nicht gegeben. Einerseits können die Verbraucher die Echtheit eines Siegels nicht überprüfen, andererseits haben Hersteller von Bio-Produkten sowie Herausgeber von Bio-Siegeln keine Möglichkeit, die Verwendung von unerlaubten Kopien ihrer Siegel zu erkennen.

Für Markensiegel besteht hingegen der sogenannte Track&Trace-Ansatz, bei dem mittels Barcode oder RFID eine eindeutige Identifikation für ein Produkt auf der Verpackung aufgebracht ist, der mit einer zentralen Datenbank abgeglichen wird (RFID: Radio Frequency IDentification). Wird eine Identifikation häufig eingegeben, so kann dies ein Hinweis auf ein Plagiat sein. Der Zugang zu einer solchen Datenbank ist jedoch in der Regel nur dem Zoll, Logistikunternehmen und Großhändlern möglich.

Im Folgenden wird vorgeschlagen, dass Bio-Siegel mit einer passiven RFID-Komponente ausgestattet werden. Die RFID-Komponente beinhaltet eine Signatur des offiziellen Produkt- bzw. Siegelherausgebers. Für Dritte ist es zwar mit viel Aufwand möglich die RFID inklusive ihrer Signatur zu kopieren, es ist jedoch nicht möglich, dass unbefugte Dritte in der Lage sind, eigene Biosiegel mit einer neuen Identifikation herzustellen. Hierfür ist ein privater Schlüssel erforderlich, den nur die jeweiligen, autorisierten Herausgeber besitzen.

Die vorgeschlagene Lösung bietet die Möglichkeit, dass Verbraucher vor dem Kauf einer Ware, das vorhandene Bio-Siegel an einem Terminal einlesen können. Das Terminal prüft die Signatur mithilfe des öffentlichen Schlüssels des Bio-Siegelherstellers. Dem Verbraucher werden produktbezogene Informationen angezeigt, z.B. über den Hersteller des Produktes, den Herstellungsgrad und die Kontrollstelle. Aufgrund dieser Informationen kann der Verbraucher entscheiden, ob das angewendete biologische Herstellungsverfahren seinen Ansprüchen genügt. Dem Kunden ist es zwar nicht möglich, zu erkennen, ob es sich bei einem Produkt um ein Plagiat handelt, jedoch bietet der Track&Trace- Ansatz dem Geschäft, der Geschäftskette bzw. dem Terminalbetreiber die Möglichkeit, auf mögliche Plagiate aufmerksam gemacht zu werden. Überschreitet das von Kunden durchgeführte Einlese...