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Schnellerder-Festkontakt mit federnder Abschirmung eines Erdschalters, insbesondere eines gasisolierten Erdschalters

IP.com Disclosure Number: IPCOM000219125D
Publication Date: 2012-Jun-20
Document File: 3 page(s) / 73K

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Abstract

Der Gegenstand betrifft ein einschaltfestes Kontaktsystem, welchs ein schnelles Erden, etwa im Zusammenhang mit gasisolierten Schaltanlagen, ermöglicht. Da beim Ausschalten des Erders beziehungsweise Erdschalters einer Schaltanlage, insbesondere einer Hochspannungsschaltanlage, häufig kapazitive oder induktive Restladungen im Leitungsnetz bestehen können, kann dies beim Öffnen der Trennstrecke an diesen Erdschaltern zu einer Lichtbogenbildung führen. Bisher bekannte Lösungen kennen keine federnden Abschirmungen, sondern basieren auf Abbrandmaterialien. Im Unterschied dazu ist beim neuen Erdschalter die Abschirmung des Festkontakts neu derart federnd ausgeführt, dass dessen als Abbrandkontakt dienende Abbrandfläche gleichzeitig als letzter metallischer Kontakt beim Öffnen wirken kann, so dass der Laufkontakt keine federnden Eigenschaften mehr aufweisen muss. Die geschlitzt ausgeführte Abschirmung übernimmt die Funktionen, welche in bisherigen Lösungen vom Element "Vorzündpin" übernommen wurden. Der Pin kann daher entweder weggelassen werden, beziehungsweise der Laufkontakt muss nicht mehr geschlitzt und der Laufkontakt kann als einfaches Rohr ausgeführt werden. Durch die Vereinfachung der Geometrie ist diese Kontakteinheit einfacher und kostengünstiger herstellbar.

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Schnellerder-Festkontakt mit federnder Abschirmung eines Erdschalters, insbesondere eines gasisolierten Erdschalters

Technologischer Hintergrund:

Einschaltfeste Kontaktsysteme, welche ein schnelles Erden, etwa im Zusammenhang mit gasisolierten Schaltanlagen, ermöglichen, weisen ab einem gewissen Spannungsniveau (ab zirka 145kV) oft einen Stift in der Mitte des Festkontakts auf (siehe Abb. 1). Dieser Stift soll einerseits das elektrische Feld "abstützen", und andererseits sicherstellen, dass beim Ausschalten des Erdgeräts der letzte metallische Kontakt zwischen dem laufenden Kontakt und eben diesem Pin erfolgt, und nicht über andere Kontaktteile. Darüber hinaus dient der Pin in der Mitte des Kontakts dazu, den schädlichen Einfluss des unvermeidlichen Lichtbogens durch den konzentrierten Einsatz von Wolfram/Kupfer zu verringern.

Das ringartige Nenn-Kurzschlussstromkontaktsystem erstreckt sich in einem Abstand zum Pin um diesen herum und umfasst eine Vielzahl von federnd gehaltenen Kontaktelementen, wovon zugunsten der Übersichtlichkeit lediglich die Kontur eines der fingerartigen, einen trapezähnlichen Längsquerschnitt aufweisenden Kontaktelemente in der rechten Hälfte des Festkontaktes dargestellt ist, während der bewegliche Kontakt gar nicht dargestellt ist.

Abb. 1

Nachteil des oben genannten Standes der Technik:

Da beim Ausschalten des Erders beziehungsweise Erdschalters einer Schaltanlage, insbesondere einer Hochspannungsschaltanlage, insbesondere einer gasisolierten Hochspannungsanlage häufig kapazitive oder induktive Restladungen im Leitungsnetz bestehen können, kann dies beim Öffnen der Trennstrecke an diesen Erdschaltern zu einer Lichtbogenbildung führen. Da bekannt ist, dass bei einem Lichtbogen eine unerwünschte Materialabtragung erfolgt, versucht man diese so gering wie möglich zu halten, indem der letzte elektrische Kontakt zwischen dem beweglichen und dem stationären Schaltkontakt beim Öffnen des Schaltgeräts über ein geeignetes, metallisches Abbrandmaterial erfolgt. Der Lichtbogen 1


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muss beim Öffnen auf dem dazu definierten Abbrandmaterial brennen und darf auf keinen Fall über das Nenn-Kurzschlussstromkontaktsystem geführt werden, da Letzteres sonst innert kürzester Zeit n...