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Mobile Kranvorrichtung sowie Verfahren zur temporären Montage einer solchen Kranvorrichtung

IP.com Disclosure Number: IPCOM000236644D
Publication Date: 2014-May-07

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine mobile Kranvorrichtung zur temporären Montage an einem bestehenden Turmbauwerk einer Windenergieanlage, mit einem Kranturm, der eine Längsachse (A) aufweist, welche in einem Montage¬zustand der Kranvorrichtung am Turmbauwerk zur Vertikalrichtung geneigt ist und sich in einem am Turmbauwerk montierten Betriebszustand der Kranvorrichtung im Wesentlichen vertikal erstreckt, einem am Kranturm schwenkbar befestigten Ausleger, der im Montagezustand der Kranvorrichtung nach unten geklappt ist, einem Kranfahrwerk, das im Montagezustand der Kranvorrichtung seitlich vom Kranturm zum Turmbauwerk hin absteht und Kontaktmittel hat, mit denen die Kranvorrichtung sich am Turmbauwerk abstützt und entlang von diesem vertikal verfahrbar ist, sowie einer am Kranturm ausgebildeten Kranaufhängung zur Anbringung eines am Turmbauwerk zu lagernden Kranseils zum vertikalen Verfahren der Kranvorrichtung, wobei die Kranaufhängung einen Kraftangriffspunkt (P) für das Kranseil definiert, der im Montagezustand der Kranvorrichtung in vertikaler Draufsicht radial zwischen den Kontaktmitteln und dem Schwer¬punkt (S) der Kranvorrichtung angeordnet ist, wobei der Kranturm im Montagezustand der Kranvorrichtung über das Kranfahrwerk frei schwenkbar zum Turmbauwerk ist. Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur temporären Montage einer solchen Kranvorrichtung an einem bestehenden Turmbauwerk einer Windenergieanlage.

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Mobile Kranvorrichtung sowie Verfahren zur temporären Montage einer solchen Kranvorrichtung

  Die Erfindung betrifft eine mobile Kranvorrichtung sowie ein Verfahren zur temporären Montage dieser mobilen Kranvorrichtung an einem bestehenden Turmbauwerk einer Windenergieanlage.

  Windenergieanlagen unterschiedlicher Größe, Leistung und unterschiedlichen Typs verbreiten sich mehr und mehr, um elektrische Energie aus der kinetischen

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Energie des Windes zu erzeugen. Die Effektivität einer solchen Windenergieanlage hängt unter anderem davon ab, dass der Wind möglichst lange und gleichmäßig über das Jahr verteilt vorhanden ist.

  Die erfindungsgemäße Kranvorrichtung sowie das erfindungsgemäße Montageverfahren eignen sich insbesondere für Windenergieanlagen mit

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horizontaler Rotorachse, die ein Turmbauwerk sowie an einer Spitze des Turmbauwerks angebrachte, sehr schwere Großkomponenten wie eine Gondel, einen elektrischen Generator, einen Rotor mit wenigstens einem Rotorblatt und unter Umständen ein Getriebe für den Rotor aufweisen.

Es ist bekannt, dass Windenergieanlagen umso höhere Erträge aus dem über

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das Jahr verteilten Windangebot schöpfen können, je höher die Windenergiean- lagen gebaut werden, da in größeren Höhen der Wind im Durchschnitt schneller und laminarer weht.

  In den vergangenen Jahren geht aufgrund von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen der Trend zu immer größeren 20

Windenergieanlagen, wobei hier der weitverbreitete Anlagentyp mit mehrblättrigem, horizontalachsigem Rotor auf einem Turmbauwerk weiterhin das größte Marktpotenzial aufweist. Das Problem dieses Windenergieanlagentyps besteht vor allem darin, dass seine Großkomponenten bei zunehmender Nabenhöhe mitwachsen und sich damit die Montage, Demontage und vor allem

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die Wartung solcher Groß-Anlagen mit Nabenhöhen ab 140 m zu

entscheidenden Faktoren für die Wirtschaftlichkeit entwickeln.


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  In jüngster Vergangenheit wurden verschiedene Turmtypen erprobt, um die Nabenhöhe anzuheben und den Rotor in die windertragreicheren höheren Luft- schichten zu bringen. Hierbei ist insbesondere der Hybridturm zu nennen, mit einem Betonschaft und einem aufgesetzten Stahlmast, auf dem wiederum die Gondel der Windenergieanlage sitzt.

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  Das Errichten solcher Windenergieanlagen erfolgt normalerweise in Windparks unter Verwendung von mobilen Groß-Kränen. Die derzeit höchsten Kräne sind Raupenkräne, mit deren Hilfe die Großkomponenten auf Nabenhöhen von 140 m und mehr angehoben werden.

Die Tagesmieten solcher Groß-Kräne sind immens, unabhängig davon, dass

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nur wenige dieser Spezialgeräte in den einzelnen Ländern zur Verfügung stehen und diese durch dichte Einsatzpläne stark gebucht sind. Allein der Aufbau eines großen Raupenkrans dauert mehrere Tage. Kräne mit 150 t Hublast, die bis 140 m reichen, haben Aufbauzeiten von etwa drei Tagen.

Tagesmieten von 10.000 Euro und mehr sind dabei keine Seltenheit. Ferner 15

könn...