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Mittel zur Verhinderung einer unkontrollierten Vermehrung von Schimmelpilzen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000240339D
Publication Date: 2015-Jan-23
Document File: 8 page(s) / 31K

Publishing Venue

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Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG, 85653 Aying, Germany: OWNER

Abstract

Offenbart ist ein Mittel zur Verhinderung einer unkontrollierten Vermehrung von Schimmelpilzen mit einem Anteil von Mikroorganismen und einem Anteil, der ein alkalisches Milieu einstellt.

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FR2648-0007 - 3. September 2014

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Mittel zur Verhinderung einer unkontrollierten Vermehrung von Schimmelpilzen

Beschreibung

   Die Erfindung betrifft ein Mittel zur Verhinderung einer unkontrollierten Ver- mehrung von Schimmelpilzen.

   Schimmelpilzkeime in Form von Schimmelpilzsporen sind praktisch ständig in der Umgebungsluft vorhanden. Sie sind mikroskopisch klein und bestehen aus schlauch- förmigen Strukturen, den sog. Hyphen. Diese bilden während des Wachstums ein Ge- flecht, das Mycel genannt wird.

   Unter den insgesamt ca. 250.000 bekannten Schimmelpilzarten sind, neben den erwünschten Speiseschimmelpilzen (Käse) und dem ungewollten Schimmel auf Nahrungsmitteln, folgende Spezies besonders hervorzuheben: Cephalosporium (dunkelgrauer Schimmelpilz), Aspergillus (gelbgrüner bis grauschwarzer Schimmelpilz), Penicillium (grüner bis türkisblauer Schimmelpilz), Alternaria (schwarzer Schimmelpilz) und, weniger häufig, Stachybotrys (schwarzer Schimmelpilz).

   Die Aufnahme von Schimmelpilzen bzw. deren Sporen in den Körper erfolgt hauptsächlich über die Atmung, aber auch über damit belastete Lebensmittel, z. B. aus befallenen Kellern.

   Eine Vielzahl verschiedener Krankheitsbilder können direkt oder indirekt durch Schimmelpilze bzw. deren Stoffwechselprodukte hervorgerufen werden. Nach aktuellen Forschungsergebnissen reagieren etwa 30 % aller Allergiker auf Pilzsporen. Mögliche Folge dieser Belastung sind vor allem Atemwegserkrankungen wie Asthma. Nur wenige Pilze sind direkt gesundheitsschädlich. Von etwa 100 Arten weiß man allerdings, dass sie den menschlichen Körper infizieren und schädigen können. Etwa 200 Arten er- zeugen Mycotoxine. Es handelt sich dabei um für den Menschen zum Teil hochgiftige Stoffwechselprodukte, die von Pilzen produziert werden.

   In den letzten Jahren tritt insbesondere in Innenräumen verstärkt eine Schimmel- bildung auf. Betroffen hiervon sind nicht nur Altbauten, sondern bereits auch Neu- bauten. Ursache dieses vermehrten Auftretens ist immer eine erhöhte Luft- und/oder Materialfeuchte, die durch verschiedene Faktoren, wie unzureichendes Lüften, Wasser- rohrbrüche, feuchte Materialien, zu kurze Austrockenzeiten bei Neubauten und eine


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mangelnde Dampfdiffusion durch geschlossene Oberflächen, wie beispielsweise Kunst- stofftapeten, absperrende Außenwandanstriche, verursacht werden.

   Des Weiteren darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Schimmelpilze in der Regel bei Raumtemperatur wachsen. Die Mindesttemperatur für das Mycelwachstum beträgt 0°C. Die Idealtemperatur liegt zwischen 20° und 45°C.

   Bisher sind, je nach Ausmaß des Schimmelpilzbefalls, verschiedene Verfahren zu seiner Bekämpfung angewendet worden. Hier ist grundsätzlich zwischen der Schim- melbeseitigung und der Sanierung, beispielsweise von Bausubstanz, zu unterscheiden. Bei der Schimmelbeseitigung werden oftmals zum Teil hochgiftige Antischimmelmittel eingesetzt, die...