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Kathetersystem mit dreidimensionalen, zeitlich aufgelösten Gefäßwanddicken- und Läsionstiefenkarten

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Publication Date: 2015-Aug-31
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Kathetersystem mit dreidimensionalen, zeitlich aufgelösten Gefäßwanddicken- und Läsionstiefenkarten

Bei Störungen des Reizleitungssystems des Herz- Kreislaufsystems hat sich die gezielte Verödung von Gewebe als Behandlungsansatz etabliert. In diesem Zusammenhang werden in der Regel OberfLächen von Blutgefäßen oder anderen Kavi- täten, wie Herzkammern oder Vorhöfe, bis zu einer gewissen Eindringtiefe verödet. Häufig wird diese Verödung minimalinvasiv durch eine Kathe- ter-Ablation vorgenommen. Bekannte Methoden, die bei Ablations-Kathetern zur Verödung des Gewebes zum Einsatz kommen sind: Hochfre- quenz-, Laser- und Kryotechnik. Auf dem Markt findet man für Hochfrequenz-Katheter gespülte und ungespülte Varianten.

Für die Vorbereitung, Durchführung und ggf. Nachsorge derartiger Behandlungen kann der behandelnde Arzt über den Ablations-Kathe- ter hinaus noch weitere Hilfsmittel einsetzen. Hierzu gehören Navigationssysteme, die jederzeit die Position und Lage eines Katheters, der zum Zwecke der Diagnose oder Behandlung in das Gefäßsystem oder eine Kavität des menschlichen Körpers eingebracht wurden, bestimmen und dar- stellen können. Die Katheter-Lokalisierung kann dabei auf verschiedene Methoden gestützt wer- den wie z. B.: Fluoroskopie, Impedanzmessung, Auswertung magnetischer Felder, Ultraschall und beliebigen Kombinationen hieraus.

Darüber hinaus erlauben 3D-Mapping-Systeme den Aufbau der Geometrie der zu therapierenden Kavität durch Abtasten mit einem oder mehreren Diagnose-Kathetern ("Tenting"). Bei den bekann- ten Systemen wird hiermit jedoch nur die Ober- fLäche einer Kavität oder eines Gefäßes erfasst. Voraussetzung für eine erfolgreiche Katheter- Ablation ist jedoch eine genaue Ortung des Ursprungs einer Tachykardie. Hierfür muss die elektrische Aktivität sowohl der GewebeoberfLä- che als auch im Gewebe selbst untersucht werden, wofür sich mehrere Verfahren etabliert haben.

Die magnetfeldbasierte Katheternavigation basiert auf drei verschiedenen magnetischen Wechselfeldern geringer Intensität und elektro- magnetischer Sensoren an der Katheterspitze. Damit ist es möglich zu jedem Zeitpunkt die Posi- tion der Spitze des Mapping-Katheters zu bestim- men. Durch Abtasten der endokardialen Kontur einer Herzhöhle mit dem Mapping-Katheter und der simultanen Registrierung der elektrischen Signale entsteht eine elektroanatomische Land- karte auf der Herzgeometrie, auch Elektroanato- misches Mapping (EAM) genannt.

Die Lokalisation intrakardialer Elektroden basiert auf der Messung der Impedanz eines schwachen elektrischen Stromes z. B. nach externer kutaner Applikation im Milliampere-Bereich mit einer Frequenz von mehreren zehn kHz. Dies erlaubt eine dreidimensionale Positionsbestimmung kon- ventioneller Elektroden. Auch hier werden jeweils einzelne Punkte gemessen und in einer elektro- anatomischen Landkarte dargestellt.

Beim ultraschallgesteuerten Mapping werden über zwei Referenzkatheter Ul...