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Innenraumfiltermedien mit Fasern aus Spinnenseide

IP.com Disclosure Number: IPCOM000250034D
Publication Date: 2017-May-19

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Abstract

Es wird ein Innenraumfilter mit einem Filtermedium beschrieben, das Spinnenseidenfasern aufweist.

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Innenraumfiltermedien mit Fasern aus Spinnenseide

Bekannter Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Filterelement, insbesondere einen Innenraumfilter zum Filtern von Luft für den Innenraum eines Fahrzeugs oder Gebäudes. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Fahrzeug mit einem solchen Filterelement. Noch weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Filterelements.

Obwohl auf beliebige Filterelemente und -anordnungen anwendbar, werden die vorliegende Erfindung sowie die ihr zugrunde liegende Problematik nachfolgend für einen Innenraumfilter eines Kraftfahrzeugs beschrieben.

Die zunehmende Luftverunreinigung, insbesondere in Großstädten, in Verbindung mit dem Einsatz moderner Klimaanlagen macht es erforderlich, die von außen in den Innenraum eines Kraftfahrzeugs geleitete und aufbereitete bzw. klimatisierte Luft mittels geeigneter Filter zu reinigen. Hierfür kommen beispielsweise Partikelfilter, Geruchsfilter oder deren Kombination miteinander in Betracht, die in der Umgebungsluft enthaltene Schwebstoffe, Partikel und Gerüche möglichst gut herausfiltern bzw. adsorbieren sollen.

Zur Filterung von Luft für den Innenraum eines Kraftfahrzeugs werden häufig gefaltete bzw. plissierte Filtermaterialien, wie etwa Filtervliese, die ein Faltenpack bilden, eingesetzt. Hierzu wird ein zunächst flächiger Filtermaterialbogen zickzackförmig gefaltet. Das Faltenpack wird beispielsweise von Seitenbändern und Kopfbändern oder einem sonstigen Rahmen gehalten. Derartige Filterelemente können in einer Filteraufnahme austauschbar fixiert sein. Die somit gebildete Filteranordnung kann in einer Klimaanlage eines entsprechenden Kraftfahrzeugs installiert sein.

Gerade aus der Materialforschung ergeben sich immer wieder Ansatzpunkte bekannte Filterelemente zu verbessern. So ist beispielsweise die Anwendung von Nanofasern bei KFZ- Innenraumfiltern bekannt geworden. Dabei werden Nanofasern in Polymervliese integriert. Beispielhaft umfasst ein solches Vlies ein Trägermaterial aus Polypropylen, auf das feinste Nanofasern in hauchdünnen Schichten aufgebracht sind.

Der Nutzen der Integration dieser ultradünnen Fasern wird durch den Slip-Flow-Effekt deutlich. Sie scheiden effektiv feine und ultrafeine Partikel ab und haben gleichzeitig so geringe Reibungskoeffizienten, dass sie energetisch in Hinblick auf die Druckdifferenz interessant sind. Die Herstellung solcher Vliese erfolgt z.B. durch Elektrospinnen.

Beispielsweise beschreibt die DE 10 2011 109 767 A1 einen KFZ-Innenraumfilter mit Nanofasern.

Beschreibung der Erfindung

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Filterelement zu schaffen.

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Demgemäß wird ein Filterelement vorgeschlagen. Das Filterelement umfasst ein Filter- medium, welches Spinnenseidenfasern aufweist.

Spinnenseidenfasern weisen außergewöhnliche mechanische Eigenschaften auf. Durch die Kombination von Stabilität und Dehnbarkeit erreicht Spinnenseide in ihre...