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e-Payment: Bestaetigen von Forderungen mittels digitaler Gutscheine

IP.com Disclosure Number: IPCOM000011791D
Original Publication Date: 2003-Apr-25
Included in the Prior Art Database: 2003-Apr-25

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Das bargeldlose Bezahlen einer kostenpflichtig genutzten Dienstleistung oder erworbenen Ware kann beispielsweise durch Verfahren wie das sogenannte Mobile Payment oder das sogenannte Internet Payment realisiert werden. Dabei meint Mobile Payment das bargeldlose Bezahlen unterwegs unter Nutzung des Handys, Internet Payment das bargeldlose Bezahlen unter Nutzung des Internets. Die an dem auch als e-Payment bezeichneten Vorgang ueblicherweise beteiligten drei Parteien sind der Consumer (Nutzer einer Dienstleistung oder Kaeufer einer Ware), der Merchant (Anbieter) und der Payment Service Provider (PSP), welcher die Bezahlung zwischen dem Merchant und dem Consumer abwickelt. Er faellt haeufig mit dem Betreiber eines Kommunikationsnetzwerks, einem Network Operator oder einem Internet Service Provider zusammen. Ein Bezahlvorgang bei den genannten Verfahren sei am folgenden Beispiel, welches in Abbildung 1 schematisch dargestellt ist, erlaeutert. Der Consumer fordert eine kostenpflichtige Dienstleistung oder Ware mit Hilfe einer als Nutzkanal bezeichneten Kommunikationsverbindung vom Merchant an. Mit der Diensterbringung oder Warenlieferung werden Entgeltforderungen erhoben, die jedoch erst in einem spaeteren Prozess beglichen werden. Ebenfalls mittels einer Kommunikationsverbindung teilt der Merchant dem Payment Service Provider den Preis fuer die erbrachte Leistung mit. Diese Verbindung wird als Bezahlkanal bezeichnet. Es entstehen zwei Forderungen, zum einen die des Merchant gegenueber dem PSP, zum anderen die des PSP gegenueber dem Consumer. Wenn der Payment Service Provider die an ihn gerichtete Forderung des Merchant anerkennt und letztgenanntem dieses ueber die virtuelle Datenverbindung Bezahlkanal bestaetigt, erbringt der Merchant die gewuenschte Leistung gegenueber dem Consumer. Der einzige Nachweis ueber die Anerkennung dieser Forderung befindet sich beim PSP, der alle diese Forderungen aufzeichnen muss. Das Risiko, dass der Consumer die daraus resultierende, an ihn selbst gerichtete Forderung des Payment Service Providers nicht ausgleicht, also nicht bezahlt, traegt der PSP. Mit dem derzeitigen Verfahren hat der Merchant jedoch keinen sicheren Nachweis darueber, dass der Payment Service Provider die Forderung des Merchant an den PSP anerkannt hat. Gehen diese Aufzeichnungen beispielsweise verloren, sind fehlerhaft oder werden manipuliert, so ist ein finanzieller Schaden auf Seiten des Merchant zu erwarten.