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Diagnoseapparatur für die Speiseröhre bei Kindern

IP.com Disclosure Number: IPCOM000016923D
Original Publication Date: 1999-Jan-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-21

Publishing Venue

Siemens

Related People

Authors:
Dr. Thomas Rupprecht Rainer Kuth [+details]

Abstract

Zu den häufigsten radiologischen Untersuchungen bei Neugeborenen gehören statische und dynamische Untersuchungen der Speiseröhre. Die Pathologien bestehen hierbei in Nebenpfaden/Sackgassen oder in Pfaden in die Lunge. Um bei Bedarf geeignete therapeutische Maßnahmen einleiten zu können, müssen diese frühzeitig diagnostiziert werden. Derzeit sind Lösungen bekannt, bei denen dem Patienten oral ein Kontrastmittel verabreicht wird, um anschließend mittels konventionellem Röntgen ein Röntgenbild zu erstellen. Als nachteilig hat sich hier allerdings erwiesen, daß die sehr jungen Patienten neben der Belastung durch das Kontrastmittel mit einer sehr hohen Strahlendosis beaufschlagt werden. Um diese hohen Belastungen zu minimieren wird ein Diagnoseverfahren vorgeschlagen, bei dem der Patient nach Einnahme von mit Kontrastmittel angereichertem Wasser mittels eines MRI - Scanners ( M agnetic R esonance I maging) untersucht wird. Vor der Einnahme des Kontrastmittels wird die Meßebene unter Zuhilfenahme einer Scoutmessung (mittels GSP = G rafical S lice P osition) so positioniert, daß die zu untersuchenden Areale optimal sichtbar werden. Anschließend trinkt der Patient aus einer speziell geformten Flasche das mit Kontrastmittel angereicherte Wasser. Die Flasche verfügt über einen konventionellen Sauger, der jedoch seitlich an der Flasche angebracht ist, so daß er in den beengten Raum zwischen den Magneten des MRI - Scanners paßt und vom Arzt/MTA handgehabt werden kann (vgl. Fig. 1). Ist der Patient nicht kooperativ, kann das angereicherte Wasser mittels eines Schlauches bis in den Rachen dosiert und so ein Schluckvorgang erzwungen werden (vgl. Fig. 2). Die Sichtbarkeit des Kontrastmittels kann durch die Verwendung von MR- Kontrastmittel (MR = M agnetic R esonance) für orale Anwendungen noch verstärkt werden. Hierbei kann z.B. Gd-DTPA (Schering/Berlin), welches starke MR-Signale ergibt, aber schnell durch Schleimhäute diffundiert oder BPA ( B lood P ool A gent - Nycomed/Schweden) verwendet werden, welches aufgrund der Mikrostruktur nicht (bzw. nur sehr langsam) durch Membranen diffundiert und daher lange stationär (insbesondere in Sackgassen der Speiseröhre) verbleibt. Als besonders vorteilhaft haben sich Kontrastmittel erwiesen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit in den Oberflächen der Speiseröhre und anderen Organen für eine gewisse Zeit haften bleiben.