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Verringerung der Gradienten-Geräuschentwicklung

IP.com Disclosure Number: IPCOM000016979D
Original Publication Date: 1999-Apr-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-21

Publishing Venue

Siemens

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Authors:
Stefan Nowak [+details]

Abstract

Bei einer Magnetresonanzuntersuchung wird das zu untersuchende Objekt zur Erzielung einer großen Besetzungszahldifferenz der Kern-Zeemann-Niveaus und damit eines hohen Signal-Rausch-Verhältnisses einem möglichst hohen statischen Grundmagnetfeld ausgesetzt. Besonders große Grundmagnetfelder werden heute mit supraleitenden Grundfeldmagneten erzielt. Dem Grundmagnetfeld werden im Verlauf der Untersuchung schnell geschaltete Magnetfelder mit linearem Gradienten, die sogenannten Gradientenfelder überlagert. Diese dynamischen Gradientenfelder verursachen in Verbindung mit dem statischen Grundmagnetfeld aufgrund von Lorentzkräften erhebliche Geräusche, so daß an der Untersuchung beteiligte Personen Gehörschutz tragen sollten. Die zunehmende Leistungsfähigkeit der Magnetresonanzgeräte verursacht ein Anwachsen dieser Geräusche. Es sind unterschiedliche mechanisch Geräuschdämpfungsmaßnahmen und Maßnahmen auf Basis magnetischer oder piezokeramischer Gegenkräfte zur Geräuschreduzierung bekannt, die jedoch das Geräuschniveau nicht unter ein Niveau senken, das Gehörschutz überflüssig macht. Da das starke Grundmagnetfeld zur Erzielung eines hohen Signal-Rausch-Verhältnisses ausschließlich während der Polarisierungsphase benötigt wird, ist es sinnvoll, das Grundmagnetfeld im Zeitablauf der Untersuchung zu verändern. So wird das während der Polarisationsphase benötigte hohe Grundmagnetfeldniveau B p während der Meßphase auf ein wesentlich niedrigeres Grundmagnetfeldniveau B 0 mit sehr hoher Homogenität abgesenkt. Dies führt zu erheblich verringerten Lorentzkräften und damit zu einer deutlichen Geräuschreduzierung, so daß ein Tragen von Gehörschutz überflüssig ist und ein Geräuschniveau erreicht wird, das für Geräte kleiner Grundmagnetfeldstärke mit normalleitenden Grundfeldmagneten oder Permanentmagneten typisch ist.