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Crash-Parameter Änderung bei Ausfall eines Crashsatelliten in einer Mehrsensorkonfiguration für Seitenairbagapplikationen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000017195D
Original Publication Date: 2000-Jan-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-22

Publishing Venue

Siemens

Related People

Authors:
Thomas Stierle Gerd Winkler [+details]

Abstract

Bei einem Airbag System mit verteilten Sensoren – auch Satelliten genannt –, werden die Informationen der einzelnen Sensoren zur Entscheidung von Airbagsauslösungen herangezogen, um ein besseres Crashverhalten zu erzielen. Dabei werden bestimmte Ereignisse gekoppelt, d.h. Sensorsignale unterschiedlicher Sensoren zu einer Auslöseentscheidung verknüpft, um ein optimale Performance zu erhalten (Bsp.: Druck- und/oder Beschleunigungs-Sensierung im Seitenbereich, Early Crash Sensoren i.V.m. Sensoren im Zentralgerät, etc.). Ziel ist dabei, durch Früherkennung von Crashereignissen oder Zusatzinformationen von Sensoren die Performance des Systems zu erhöhen und somit zeitgerechte Auslösungen zu erreichen. Fällt nun einer der Sensoren aus (Fehlfunktion, Störung, Defekt), fehlt dem System die Zusatzinformation und die ursprünglich erwartete Performance kann nicht mehr erreicht werden (Misuse-Festigkeit, zeitrichtige Auslösung). Bei einem herkömmlichen System wird ein Seitenairbag z. B. dann ausgelöst, wenn ein erster fahrzeugrandseitig angeordneter Beschleunigungs-Satellit eine niedrige Beschleunigung erkennt, und gleichzeitig ein ebenfalls an der Fahrzeugseite angeordneter, den Kammerinnendruck der Fahrzeugtür aufnehmender Drucksensor einen erheblichen Aufprall erkennt. Dabei ist bei einem solchen bekannten System die Schwelle für das Drucksignal zum Absetzen eines Feuerbefehls an das Zentralgerät höher ausgebildet als die relativ niedrige Schwelle für das Beschleunigungssignal zum Absetzen eines sog. Safing- Signals an das Zentralgerät, welches lediglich zur Absicherung des Feuerbefehls dient. Das Zentralgerät löst den Seitenairbag nur aus, wenn der Feuerbefehl des Drucksensors und das Safing-Signal des Beschleunigungssensors vorliegen. Bei vorbeschriebenem Szenario wird bei einem Defekt eines der beiden Sensoren aufgrund der Auslösestrategie jegliches ggf. erforderliche Auslösen verhindert. Durch Zustandsabfragen – auch Polling-Abfragen genannt – kann das zentrale Steuergerät, an das die vorzugsweise fahrzeugrandseitig angeordneten Aufprallsensoren über Zwei- Drahtleitungen oder einen Sensorbus angeschlossen sind, feststellen, ob einer der Sensoren defekt ist. Wird ein solcher Defekt festgestellt, so wird vorzugsweise im Steuergerät ein entsprechendes Flag gesetzt. Gleichzeitig kann auch eine Warnlampe aktiviert werden.