Browse Prior Art Database

MR-Perfusionsmessung am Hirn mit Hadamard-EPI Sequenzen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000018017D
Original Publication Date: 2001-Dec-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-23

Publishing Venue

Siemens

Related People

Authors:
Stefan Thesen [+details]

Abstract

Bei Magnetresonanzverfahren (MR) werden Perfusi- onsmessungen gegenwärtig üblicherweise mit Hilfe von Kontrastmitteln durchgeführt. Dabei wird dem Patienten ein Kontrastmittelbolus injiziert. Die Pas- sage des Bolus durch das Hirngewebe wird mit Hilfe von schnellen T2* empfindlichen Sequenzen gemes- sen, wobei eine stärkere Anwesenheit von Kontrast- mittel einen stärkeren lokalen Signalverlust zur Folge hat. Das resultierende Ergebnis ist ein Meßvolumen, bei dem für jeden Voxel eine Zeitreihe zur Verfügung steht. Diese Zeitreihe enthält Informationen über die Dynamik der Kontrastmittelpassage. Derzeit werden für solche Untersuchungen 2D oder 3D single-shot oder multi-shot (segmentierte) EPI Techniken ver- wendet. Jedoch ist es für einen fest vorgegebenen Meßzeitraum nicht immer vorteilhaft, 3D Bildgebung zu betreiben. Unter Verwendung des Hadamard-Verfahrens für EPI Perfusionsuntersuchungen ist es möglich, die räumli- che Auflösung in z-Richtung zu realisieren. Bei der Hadamard-Kodierung werden zwei benachbarte Schichten durch zwei 2D Messungen mit unter- schiedlichen Hochfrequenz-Pulsen (HF-Pulsen) zur Schichtselektion aufgelöst. Bei der ersten Messung werden die beiden Schichten gemeinsam angeregt. Bei der zweiten Messung wird ein HF-Puls verwen- det, der Schicht 1 mit positivem Flipwinkel und Schicht 2 mit negativem Flipwinkel anregt. Schicht 1 kann nun durch Addition der Rohdaten und Schicht 2 durch Subtraktion der Rohdaten beider Messungen rekonstruiert werden.