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Verwendung sprachgruppenangepasster Sprach-CoDecs (Codierer/Decodierer) nebst dazugehöriger Signalisierung

IP.com Disclosure Number: IPCOM000018149D
Original Publication Date: 2002-Feb-01
Included in the Prior Art Database: 2003-Jul-23

Publishing Venue

Siemens

Related People

Authors:
Dr. Carsten Ball Dr. Arnulf Deinzer [+details]

Abstract

Da die Übertragungskapazität der 'Luft' sehr be- schränkt ist, wird im Mobilfunk Sprache nicht wie im Festnetz über einen Standard-64kbps-Kanal (64 Kilo Bit per second) übertragen, sondern es werden be- kannte Eigenschaften der menschlichen Sprachfor- manden (beispielsweise Modulation der Stimmlip- pen, Stellung von Zunge und Zähnen) ausgenutzt, um in vergleichbarer Qualität (insbesondere Ver- ständlichkeit) mit deutlich niedriger Datenrate Spra- che übertragen zu können. Hierzu werden soge- nannte CoDecs verwendet, welche die 64kbps Fest- netzdaten in der sogenannten TRAU (Transcoder- Unit) komprimieren. Die Daten werden dann mittels 16kbps Zeitschlitze über Asub, BSC, Abis zur BTS geschickt und dort auf einen GSM Luftzeitschlitz gemappt. Im GSM kommen beispielsweise die Co- Decs FR (Full Rate) mit einer Datenrate von 13.3 kbps, EFR (Enhanced FR) mit der selben Datenrate jedoch etwas anderer Kodierung, HR (Half Rate) mit einer Datenrate von knapp unter 8 kbps und ab R98 (Release 1998) auch der sogenannte AMR (Adaptive Multirate) mit variabler Datenrate (von 4.75, 5.15, 5.9, 6.7, 7.4, 7.95, 10.2 bis zu 12.2kbps) zum Ein- satz. All diesen CoDecs gemeinsam ist, dass sie zum Ei- nen natürlich auf Sprache optimiert sind, damit z.B. Musik in einer Warteschlange äußerst schlecht über- tragen wird, und zum Zweiten, dass all diese CoDecs besonders auf westliche Sprachen ausgerichtet sind, um genauer zu sein: auf Englisch.