Browse Prior Art Database

Auswahl von Speicherzellen durch laufzeitgesteuerte Ueberlagerung von Pulsen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000032178D
Original Publication Date: 2004-Nov-25
Included in the Prior Art Database: 2004-Nov-25

Publishing Venue

Siemens

Related People

Other Related People:

Abstract

Zellen in Speicherbausteinen sind in der Regel in zweidimensionalen Arrays angeordnet. Zum Lesen oder Schreiben werden die einzelnen Zellen in der Regel durch zwei kreuzweise verbundene Multiplexerschaltungen realisiert. Die Abbildung 1 zeigt beispielhaft ein 2x3 Zellen grosses Speicherarray eines SDRAMs mit Spalten und Reihenmultiplexer. Mit zunehmender Groesse des Zellenfeldes werden die notwendigen Multiplexerschaltungen immer aufwaendiger. Zusaetzlich fuehren die immer laengeren Leitungen im Zellenfeld zu erheblichen Lastkapazitaeten, die die elektrische Leistungsaufnahme des Speichers in die Hoehe treiben. Ferner verschlechtern aufwaendige Multiplexerschaltungen die Zugriffszeiten und die Zeitkonstanten eines Speichers. Daher wird vorgeschlagen, an Stelle der Multiplexer eine laufzeitgesteuerte Auswahlschaltung einzusetzen. In Abbildung 2 ist der grundlegende Mechanismus einer solchen Schaltung dargestellt. Dabei sind die beiden Signaltreiber DL und DR an den gegenueberliegenden Seiten der Verbindungsleitung einer linearen Zellenreihe angeschlossen. Beide Treiber koennen einen Puls aussenden, der sich in der als Wellenleiter ausgefuehrten Leitung fortpflanzt. Treffen sich die beiden Pulse, so addieren sich ihre Amplituden. Die einzelnen Zellen bestehen nun jeweils aus einem Speicherelement (hier als Kondensator dargestellt) und einer Schwellwertschaltung, die symbolisch durch Zener-Dioden angedeutet ist. Die Pulshoehe ist so zu waehlen, dass der Schwellwert nur von der Ueberlagerung beider Pulse, nicht aber von den einzelnen Pulsen ueberschritten wird. Beim Ueberschreiten des Schwellwertes wird dann ein Schreibvorgang ausgeloest. Durch Veraenderung der zeitlichen Korellation beider Pulse laesst sich der Ort der Ueberlagerung beider Pulse an jede Zelle verschieben.