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Anzeige der Sprachqualitaet, in Abhaengigkeit des gewaehlten Uebertragungs-Codecs, auf dem Telefondisplay

IP.com Disclosure Number: IPCOM000033826D
Original Publication Date: 2005-Jan-25
Included in the Prior Art Database: 2005-Jan-25

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Die Sprachqualitaet in der Telekommunikation wird von verschiedenen Anwendern unterschiedlich bewertet. Dies haengt unter anderem auch von der jeweiligen Erwartungshaltung, die groesstenteils durch Erfahrung gepraegt ist, des entsprechenden Betrachters ab. So erwartet beispielsweise ein Nutzer eines Mobiltelefons nicht unbedingt einen umfassenden Sprachklang oder gleichbleibende Verstaendlichkeit waehrend eines Gespraechs. Eine solche Einschraenkung der Sprachqualitaet entspricht bei Mobiltelefonverbindungen der Erfahrung und wird oftmals als nicht unbedingt stoerend bewertet. Bei einem Gespraech ueber einen Festnetzanschluss jedoch sind die Erwartungshaltungen hinsichtlich der Sprachuebertragungsqualitaet wesentlich hoeher. Dies trifft insbesondere bei Festnetzanschluessen mit Verwendung des ISDN-Standards (Integrated Service Digital Network) zu (G.711; 3100 Hz). Durch den Einsatz von IP-basierten (Internet Protocol) Uebertragungsmedien entstehen hierbei zwei schwerwiegende Einschnitte. Durch die Verwendung von so genannten Voice Codern (G.723.1 oder G.729) wird zwar Uebertragungsbandbreite und damit verbundene Kosten auf der Seite des Anwenders eingespart, jedoch ist die Sprachqualitaet dadurch geringfuegig veraendert und entspricht nicht der Erwartungshaltung des jeweiligen Nutzers. Des Weiteren koennen so genannte Wideband Speech Codecs (z.B. G.722) verwendet werden. Damit wird ein Frequenzband von 7000 Hz uebertragen. Mit diesem Frequenzband ist eine wesentlich hoehere Uebertragungsqualitaet erzielbar, daher wird diese oftmals auch als HiFi-Qualitaet (High Fidelity) bezeichnet. Dabei besteht jedoch das Problem, dass diese Uebertragungsqualitaet nicht den Erfahrungen und Erwartungen des Nutzers entspricht und damit als irritierend fuer eine Telefonverbindung empfunden wird. Zudem gewoehnt sich ein Nutzer sehr schnell an die neue HiFi-Qualitaet, empfindet aber dann das Zurueckschalten auf die normale ISDN-Qualitaet als stoerend, da diese Qualitaet nun nicht mehr seinen Erwartungen entspricht. Dieses dynamische Zurueckschalten laesst sich aber nicht vermeiden, da bei externen Gespraechen, sowie Konferenzen ueber die PBX (Private Branch Exchange) oftmals nur der Codec G.711 (PCM - Pulse Code Modulation) verfuegbar ist.