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Automatische Stroemungsberechnung des Blutflusses aus 3D-rekonstruierten Rotationsangiographiedatensaetzen

IP.com Disclosure Number: IPCOM000059852D
Original Publication Date: 2005-Mar-25
Included in the Prior Art Database: 2005-Mar-25

Publishing Venue

Siemens

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Abstract

Bei der Planung der medizinischen Behandlung von krankhaften Veraenderungen der Blutgefaesswaende spielen die Stroemungsverhaeltnisse im Gefaess eine entscheidende Rolle. So koennen z.B. Aneurysmen (Gefaesswandausstuelpungen) mit so genannten Coils (kleine Drahtschlingen, z.B. aus Platin, mit rauer Oberflaeche, an welcher Blutgerinnung induziert wird) behandelt werden. Durch die Coils wird ein Thrombus im Aneurysma ausgeloest und dieses damit verschlossen. Die Gefahr einer Blutung aufgrund eines geplatzten Aneurysmas wird damit minimiert. Die Behandlung des Aneurysmas mit Coils ist jedoch nur dann mit vertretbarem Risiko durchfuehrbar, wenn keine zu starke Durchstroemung des Aneurysmas stattfindet. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Coils nach dem Einbringen in das Aneurysma wieder aus dem Aneurysma herausgespuelt werden und an einer anderen Stelle eine Thrombose verursachen, die lebensbedrohliche Folgen haben kann. Bisher benutzt der behandelnde Arzt Kontrastmittel, um festzustellen, wie stark das Aneurysma durchstroemt wird. Dazu wird mittels eines Katheters vor dem Aneurysma Kontrastmittel in das Blutgefaess gespritzt und unter Roentgendurchleuchtung beobachtet, wie viel Kontrastmittel das Aneurysma durchstroemt und wie schnell. Die Beurteilung der Stroemungsverhaeltnisse mit dieser Methode ist nicht sicher und erfordert Erfahrung. Nachteilig ist zudem, dass der Patient dabei mit Kontrastmittel belastet wird, welches in den Nieren abgebaut werden muss. Weiterhin sind Patient und Arzt dabei einer zusaetzlichen Strahlendosis ausgesetzt.